Noch vor gar nicht allzu langer Zeit konnte man seine neue Domain einfach so bei Google anmelden und fertig. Heute ist dafür zunächst die Einrichtung
eines Google-Kontos notwendig. Bei dem Vorgang muss man auch gleich die Weitergabe der Daten an Google+ abwählen.
Ohne Frage, Google hat uns im Internet mit seinen komfortablen Diensten fest im Griff und die wenigsten von uns suchen nach Alternativen. Doch es gibt sie:
die Kollegen vom ZDF-Blog HYPERLAND haben sich umgeschaut und
ein Leben ohne Google in
zehn Schritten getestet.
Ich habe da noch eine Ergänzung: anstelle von Google-Analytics kann man auf
Piwik umsteigen.
Der Link zu Stefan Niggemeiers Artikel
(bitte auch die Kommentare lesen) dagegen wäre kostenfrei. Es sei denn, Stefan Niggemeier muss für die Links zu den bisher kostenlos in das Internet hineingestellten
Beiträgen der Verlage in seinem Artikel Geld bezahlen und möchte dieses von seinen Lesern zurück haben.
Sie merken schon, die Bundesregierung hat es nicht so mit Humor, mehr so mit Lobbyismus.
2012-02-21
Der neue Bundespräsident: Verweise zur Meinungsbildung
Da brat mir doch einer einen Storch! Vor 20 Monaten wollten alle Joachim Gauck als Bundespräsidenten. Jetzt soll er es werden und dann das: Aufschreie in den Medien
und im Netz. Die Suche nach Verfehlungen ist eröffnet, erste Hinweise auf unerträgliche Ausrutscher sind ausgemacht und benannt. Eine Demokratie und ihr Kandidat
müssen das aushalten können. Eine Auswahl zur Meinungsbildung:
Der Verlag Hermann Schmidt Mainz sagt über Mario Pricken (Zitat):
„ Er inspiriert seit mehr als elf Jahren als Innovation Director und Consultant Marketingabteilungen
internationaler Unternehmen, namhafte Agenturen, Designfirmen und Fernsehstationen ...“
Das hier vorliegende, spannende Interview zum Thema DENKEN
gab Mario Pricken für
das DMIG8.
Datenschutzalarm und Sicherheitsgetöse in Diskussionen über das Web gehören in jeden guten Haushalt. Was passiert mit den von mir und anderen Nutzern über
mich veröffentlichten Daten bei Google, Facebook, Twitter und Co?
Irgendwie hatte ich Udo Lindenberg in den 1990er Jahren aus den Ohren verloren. Oder war er nach den großen Tourneen durch den Osten der Republik einfach abgetaucht ???
Ich weiß es nicht mehr.
Dann 2008 das laute und erfolgreiche Comeback auf Platte und Bühne – für mich ein Achtungszeichen. Und jetzt das: Udo Lindenberg bei MTV UNPLUGGED.
Ich will es gern schon vorweg nehmen: die hier vorliegende DVD ist kein kleiner Lindenhügel, nein, sie ist ein absoluter Meilenstein deutscher Rockmusik.
MTV hat die Bühne angerichtet und Udo lädt in sein Wohnzimmer. Wir treffen herausragende Musiker, Kollegen und Freunde von Udo und ein mitgerissenes Publikum.
Und dann macht er sein Ding, bricht die Konventionen, lässt sich eben nicht auf den Unplugged-Hocker „fesseln“.
Alles hier ist lindiistisch-stilsicher. Er ist der Inszenator seiner Songs, ganz Lindenberg – charmant und unverwechselbar. Aufgeregt und emotional lässt
Udo Lindenberg auf der Bühne für alle sichtbar die große Nähe zu. Dieser Funke springt über.
Die MTV-UNPLUGGED-BAND spielt mit so großer Leidenschaft, dass einem die Schauer als Dauerregen über den Rücken laufen. Udo teilt mit Freunden und Kollegen
im Duett die Bühne, was den alten Stücken gut tut. Max Herre kommt mit leicht gerapptem Sound bei „No Future“ daher, mit starker Stimme Alina Süggeler
(Frida Gold) und die wunderbare, im Taxi anrollende Inga Humpe in „Ein Herz kann man nicht reparieren“.
Herrlich zurückhaltend und hier total überzeugend am Schlagzeug Stefan Raab in „Jonny Controlletti“ und „Honky Tonky Show“.
Und natürlich Jan Delay as himself. Mein persönliches Highlight ist „Cello“ mit Clueso. Unmöglich hier alle ausgezeichneten Akteure aufzuzählen.
Diese finden Sie auf dem Booklet dieser DVD.
Regisseur Sven Haeusler hat mit sicherem Blick und großem Gespür für die Musik das Konzert in einem extra dafür geschaffenen Raum inszeniert und die
kleinen Umbaupausen mit von den Musikern gespielten Filmszenen komplettiert. Lässig locker vom Hocker purzeln die Gäste so auf die Bühne.
Es ist eine Wiederentdeckung, wie Udo selbst sagt: „ ... die Wiederentdeckung Jahrzehnte alter Songs im neuen Sound“. Danke Udo, Danke MTV.
Ein bemerkenswertes Gespräch
mit Jean-Luc Godard über Europa und den Kapitalismus,
Technologie, Geld, Kultur und kulturelle Gesellschaftskritik und seinen neuen Film Socialisme auf zeit.de.
Lieder über Nixen und Meerjungfrauen zu singen hat auch immer etwas Märchenhaftes und somit eine Neigung zum Kitsch. Na und? Wenn die Stimme, wie bei
Anna Prohaska,
aber doch wohl klingt und zum Träumen einlädt, darf man sich auch verkitschen lassen. Oder man schaut nicht hin und hört nur die Musik.
Das Abschlußprojekt von Uli Henrik Streckenbach an der Burg
Giebichenstein – Kunsthochschule Halle befasst sich in klarem und ausdrucksstarkem Design mit einem Teil der Unvernunft der Menschheit.
Der Sprecher des Textes ist der Schauspieler Hilmar Eichhorn.
Der Verein Wikimedia Deutschland e.V. hatte im letzten Jahr den Ideenwettbewerb
Wissenswert 2010 veranstaltet. Im Ergebnis dessen
wurden 8 Projekte ausgewählt, die durch den Verein finanziell unterstützt wurden.
Frank Schirrmacher, einer der Herausgeber der FAZ, gehört zu den kritischen Beobachtern der Internetentwicklung. Seine Artikel und sein Buch „Payback”
werden innerhalb der Webgemeinde kontrovers diskutiert. Ich kann diesen aktuellen Artikel nur bestens empfehlen.
Gedreht wurde der Social-Spot, ein Begriff, den ich so bisher nicht kannte, in Frankfurt am Main von Studenten der
Filmakademie Baden-Württemberg. Bleibt für mich die Frage offen,
warum die Szene in New York spielt, was aber die gute Qualität des Kurzfilmes nicht schmälert.
Vor ein paar Jahren hatte ich das große Vergnügen Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste und selbst Plakatkünstler, bei einem seiner Vorträge vor
Schülern über seine Arbeit zu erleben. Seit jenen Tagen ist mir der Mann noch sympathischer, als er es ohnehin schon war.
Bei der Recherche für einen Auftraggeber fand ich heute ein Interview, das Klaus Staeck im Februar 2011
dem freitag unter dem
Motto "Fluchtmittel der Wahl" gab.
Thema: die Bahn. Klaus Staeck wie immer: offen, ehrlich und eben sympathisch. Unbedingt lesen.
mal kurz gesagt: Google und Facebook speichern all unsere Datenspuren im Netz, um uns ein Profil zuzuweisen, mit dem diese Firmen dann viel Geld verdienen wollen, werden und es auch tun.
Google und Facebook nutzen dabei die menschliche Bequemlichkeit aus. Die daraus resultierenden Folgen für das menschliche Denken und somit Handeln hat, wiederum mal ganz einfach gesagt, bereits Frank Schirrmacher
in "Payback" beschrieben.
Der Beitrag "Automatisch vorsortiert" auf
zeit.de beleuchtet nun die Problematik unserer Datenspuren im Netz und deren Auswertung und Verwendung
durch Google und Facebook. Sehr empfehlenswert.
Gestern wurden die Preisträger des Grimme Online Award 2011 bekannt
gegeben. In der Kategorie Spezial erhielt zeit.de einen Preis für das Projekt
Verräterisches Handy von Kai Biermann und Lorenz Matzat (OpenDataCity).
Der Grünenpolitiker Malte Spitz hatte bei der Telekom seine
Vorratsdaten eingeklagt und diese den Redakteuren zur Verfügung gestellt. Diese wiederum erstellten daraus ein interaktives
Bewegungsprofil. Ein wirklich gelungener Beitrag zur Erklärung der Möglichkeiten beim Umgang mit unseren Kommunikationsdaten. Herzlichen Glückwunsch.
Bio, Bio, Bio und vor allem nachhaltig: Schlagworte moderner deutscher Ernährungskultur. Die immer häufiger gestellte Frage an der Kühltheke: wie viel Bio ist tatsächlich in den Produkten???
Die Firma followfish bietet einen Online-Tracking-Service, bei dem der Kunde, nach eigenen Aussagen, den
gekauften Fisch bis ins Wasser zurück verfolgen kann. Mit einem wirklich
gut gemachten Animationsfilm macht followfish auf den ökologischen
Fischfang für ihre Produkte aufmerksam. Guten Appetit.
Der Blick über den Tellerrand gehört zu meinem Job dazu, wie der Wasserschlauch zum Feuerwehrmann. Deshalb wechsele ich auch regelmäßig die Abos in meinem Reader und überlasse die
dabei entfernten Blogs gern mal eine Zeit lang sich selbst. Anders herum gibt es Autoren, die machen gern mal eine Pause, was ich zum Teil traurig aber vernünftig finde und wiederum auch für notwendig erachte.
So geschehen beim Elektrischen Reporter vor ein paar Monaten. Der schöne Zufall und
Rivva sorgten dafür, dass mir heute mitgeteilt wurde, dass der Elektrische Reporter bereits
mit der 5. Sendung nach der Pause wieder online ist. Da sag ich nur: Anschauen Leute.
Das ganze Facebookleben übersetzt in das reale Leben bedeutet ja, sich Freunde zu suchen, zu zeigen, was man mag, anderen etwas an die Wand zu schreiben oder ganz real einem Twitterer zu folgen.
Im Trailer zur Oper "Two Boys" von Nico Muhly tut man genau das
und es macht Spaß dabei zu sein.
Gefunden habe ich diesen Hinweis in einer Kolumne von Renée Zucker auf Inforadio.
Nach ein paar entspannten und internetfreien (!) Tagen an der Ostsee las ich heute mit großer Freude, dass
Rivva (filtert das Social Web nach meist empfohlenen Artikeln
und debattierten Themen), der Dienst von Frank Westphal, wieder online ist.
Herzlichen Glückwunsch an Frank und an
BMW i - als neue Unterstützer des Projektes.